Kreis Offenbach hisst tibetische Flagge zum Gedenken an den Aufstand von 1959

Kreis Offenbach hisst tibetische Flagge zum Gedenken an den Aufstand von 1959
Kreis Offenbach hisst tibetische Flagge zum Gedenken an den Aufstand von 1959 | Bild: Roy Zuo / CC BY-SA 4.0

Der Kreis Offenbach wird am Dienstag, 10. März 2026, vor dem Kreishaus in Dietzenbach die tibetische Flagge hissen. Mit der Aktion will die Kreisverwaltung an den Aufstand der tibetischen Bevölkerung erinnern und Solidarität mit den Menschen in Tibet bekunden.

Erinnerung an die Ereignisse von 1959

In der Erklärung des Kreises heißt es, dass bei den Auseinandersetzungen im Jahr 1959, zehn Jahre nach dem Einmarsch chinesischer Truppen, rund 87 000 Menschen ums Leben gekommen seien. Nach dem gewaltsamen Niederschlag des Aufstands floh der damalige Dalai Lama nach Indien ins Exil. Der Kreis Offenbach nutzt das Hissen der Flagge, um sich gegen staatliche Willkür auszusprechen und die Einhaltung der Menschenrechte sowie das Recht der Tibeterinnen und Tibeter auf Selbstbestimmung zu unterstützen.

Teil einer bundesweiten Kampagne

Die Aktion in Dietzenbach ist Teil einer seit 1996 stattfindenden Kampagne. Nach Angaben der Organisatoren beteiligen sich jedes Jahr am 10. März Hunderte von Städten, Gemeinden und Landkreisen in Deutschland an der Initiative Flagge zeigen für Tibet. Die Kampagne wird von der Tibet Initiative Deutschland gefördert. Weitere Informationen sind auf der Webseite www.tibet-flagge.de abrufbar.

Die Flagge als Symbol

Die tibetische Flagge besteht aus blau und rot gestreiften Flächen, zwei Schneelöwen und einer Sonne im Zentrum. Kommunen, die die Flagge hissen, wollen damit nach eigenen Angaben ein sichtbares Zeichen der Solidarität setzen und auf die historische und aktuelle politische Situation in Tibet aufmerksam machen.

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