
Unbekannte Täter haben auf dem Spielplatz «Am Schweinemarkt» in der Langstraße in Hanau erneut zwei hölzerne Schweinefiguren beschädigt. Die Stadtverwaltung kündigte an, die Figuren vom Hersteller überarbeiten zu lassen. Die Skulpturen waren erst im Dezember vergangenen Jahres aufgestellt worden und waren bereits im April verstärkt worden.
Schweine als Bezug zur Stadtgeschichte
Der Spielplatz wurde bewusst unter Bezug auf den historischen Namen des Platzes gestaltet. Der Schweinemarkt diente über Jahrhunderte als Viehmarkt, die beiden Holzfiguren sollen diese lokale Identität sichtbar machen. Laut Rathaus wurden den Figuren diesmal die Ohren abgetreten oder abgeschlagen und sie beschmiert. Solche Beschädigungen traten trotz einer im April vorgenommenen Verstärkung der Ohren und einer Überarbeitung der Ringelschwänze erneut auf.
Hersteller übernimmt Reparatur in Werkstatt
Der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service hat bestätigt, dass die Firma Kinderland Emsland Spielgeräte die Holzschweine demontieren, in der eigenen Werkstatt instand setzen und anschließend wieder am Platz montieren wird. Die Stadt betont, dass die Arbeiten mit nicht unerheblichen Kosten verbunden seien, dass man die Figuren aber erhalten wolle. Es sei nicht geplant, die Objekte durch andere Spielgeräte zu ersetzen.
Stadtsprecherin weist auf Folgen hin und ruft zur Wachsamkeit auf
Stadträtin und Ordnungsdezernentin Isabelle Hemsley bezeichnete die wiederholten Schäden als bedauerlich. Sie verwies darauf, dass Spielplätze nicht nur Angebote für Kinder seien, sondern auch einen Bezug zur Geschichte der Stadt herstellten. Vandalismus treffe am Ende die Allgemeinheit und insbesondere Kinder und Familien, so Hemsley. Die Verwaltung appelliert an die Bevölkerung, Hinweise zu melden, und weist darauf hin, dass Hinweise jederzeit an die Stadt oder die Polizei weitergegeben werden können.
Öffentliche Räume als Gemeinschaftsaufgabe
Die erneute Beschädigung am Schweinemarkt reiht sich in eine Reihe von Fällen mutwilliger Zerstörung öffentlicher Einrichtungen in der Stadt ein. Die Verantwortlichen betonen, dass der Schutz solcher Orte eine gemeinschaftliche Aufgabe sei, und verweisen auf Möglichkeiten zur Anzeige von Vorfällen. Konkrete Termine für die Demontage und die Wiederinstallation der Figuren wurden noch nicht bekanntgegeben.
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