Schneefall stört Alltag in Hanau: Müllabfuhr gestoppt, Schulen bleiben geschlossen

Schneefall stört Alltag in Hanau: Müllabfuhr gestoppt, Schulen bleiben geschlossen
Schneefall stört Alltag in Hanau: Müllabfuhr gestoppt, Schulen bleiben geschlossen | Bild: © Stadt Hanau / Moritz Göbel

Heftige Schneefälle in der Nacht und am Montag haben in Hanau den Straßenverkehr, den Busverkehr und die Abfallentsorgung erheblich beeinträchtigt. Die Stadt stellte die Müllabfuhr am Montagvormittag ein, Schulen und Kitas bleiben am Dienstag geschlossen. Der städtische Winterdienst ist mit mehreren Dutzend Kräften im Einsatz.

Müllabfuhr eingestellt und Nachholtermine geplant

Wegen der Witterung und des erhöhten Unfallrisikos wurden alle geplanten Abfalltouren am Montag abgebrochen. Die Leerungen wurden um 8.30 Uhr eingestellt. Laut Stadtverwaltung sollen die betroffenen Abfallbehälter im Laufe der Woche nach den regulären Touren geleert werden. Sollten bis Freitag nicht alle Tonnen entleert sein, ist für Samstag, den 31. Januar, ein zusätzlicher Abholtermin vorgesehen.

Stadträtin Isabelle Hemsley begründete die Entscheidung mit dem Schutz der Beschäftigten und aller Verkehrsteilnehmenden. Sie bat Anwohnerinnen und Anwohner, ihre Behälter frei zugänglich bereitzustellen und Schnee sowie Eis rund um die Tonnen zu entfernen, damit die Nachleerungen zügig erfolgen können.

Winterdienst arbeitet rund um die Uhr, Verkehr bleibt beeinträchtigt

Der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service ist nach Angaben der Stadt seit den frühen Morgenstunden im Dauereinsatz. Aktuell sind 41 Einsatzkräfte unterwegs, zusätzlich unterstützen zehn Fahrerinnen und Fahrer der Müllabfuhr bei Räum- und Streuarbeiten. Konkrete Angaben zum bisherigen Streugutverbrauch lagen noch nicht vor, da die Einsätze andauern.

Hemsley erklärte, dass eine nächtliche Räumung bei weiter anhaltendem Schneefall nur kurz wirksame Folgen gehabt hätte. Der Winterdienst war den Angaben zufolge bereits um 5 Uhr am Morgen eingesetzt und soll auch dienstagfrüh wieder aktiv sein. Dennoch bleibt der Straßenverkehr teilweise stark beeinträchtigt.

Auch der Linienverkehr der Hanauer Straßenbahn GmbH verzeichnete witterungsbedingte Verspätungen und Einschränkungen. Die HSB bemüht sich, das Angebot so weit wie möglich aufrechtzuerhalten. Die Stadt empfiehlt, sich vor Fahrtantritt über Verbindungen zu informieren und mehr Zeit einzuplanen. Sollte sich die Lage verschlechtern, könnte der Busverkehr komplett eingestellt werden.

Schulen, Kitas und Schülerbeförderung betroffen

Die Firma Minibus hat die Schülerbeförderung für Montag und Dienstag eingestellt. Der Schulträger hat in Abstimmung mit dem Staatlichen Schulamt für Dienstag, den 27. Januar, Distanzunterricht empfohlen; die Schulen bleiben geschlossen. Gleichzeitig soll eine Notbetreuung angeboten werden.

Bürgermeister und Schuldezernent Dr. Maximilian Bieri begründete die einheitliche Entscheidung für das Stadtgebiet mit der derzeitigen Wetterlage. Auch die städtischen Kindertagesbetreuungseinrichtungen bleiben geschlossen, es wird jedoch ein Notdienst angeboten. Familien werden gebeten, Betreuungsbedarfe über die Kikom App abzusprechen. Schulkinder können in Hortzeiten betreut werden und Grundschulen stellen während der Unterrichtszeit eine Notbetreuung bereit.

Wertstoffhof geschlossen, Friedhöfe geöffnet

Mit Blick auf die Wetterprognose bleibt der Wertstoffhof am Dienstag geschlossen. Die dortigen Mitarbeitenden sollen den Kolleginnen und Kollegen der Abfallwirtschaft und dem Winterdienst unterstützend zur Seite stehen.

Die städtischen Friedhöfe sind weiterhin geöffnet. Beerdigungen finden statt und die Hauptwege sind geräumt. Die Stadt weist jedoch darauf hin, dass es vereinzelt glatt sein kann und rät zu Vorsicht. Von nicht notwendigen Friedhofsbesuchen sollte vorerst abgesehen werden.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky dankte den Einsatzkräften für ihren Einsatz unter schwierigen Bedingungen und bat die Bevölkerung um Geduld und umsichtiges Verhalten. Die Stadtverwaltung appellierte an die Bürgerinnen und Bürger, auf sich und andere zu achten, damit die Lage möglichst schnell wieder normalisiert werden kann.

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