
Neun Sternsingerinnen und Sternsinger der Pfarrei St. Klara und Franziskus Hanau haben das Rathaus der Stadt besucht und Oberbürgermeister Claus Kaminsky sowie Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri den traditionellen Segensspruch überbracht. Die Kinder klebten die Zeichenfolge 20*C+M+B+26 über der Bürotür des Oberbürgermeisters und setzten damit ein sichtbares Zeichen für Frieden, Gemeinschaft und Solidarität.
Besuch und Begegnung im Rathaus
Die Mädchen und Jungen traten in Gewändern und mit Kronen auf und sangen im Eingangsbereich das Lied Wir kommen daher aus dem Morgenland. Im Gespräch erläuterten sie den beiden Rathauschefs das Thema ihrer diesjährigen Aktion Schule statt Fabrik, das auf ausbeuterische Kinderarbeit in Bangladesch aufmerksam macht. Kaminsky, der einige Teilnehmende wiedererkannt hatte, dankte den Sternsingern für ihren Einsatz und betonte, dass viele Kinder weltweit deutlich schlechter lebten und Unterstützung für Bildung wichtig sei. Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri würdigte das Engagement der jungen Menschen und hob hervor, dass ihr Einsatz Verantwortung zeige und Respekt verdiene. Als Dank erhielten die Sternsingerinnen und Sternsinger nach dem Besuch kleine Geschenke.
Aktion, Kontext und Möglichkeiten zur Unterstützung
In Hanau war in diesem Jahr das Team Hanau Innenstadt mit insgesamt 15 Kindern unterwegs, neun von ihnen besuchten das Rathaus. Nach dreieinhalb intensiven Sammeltagen hatten die Gruppen den Segen 20*C+M+B+26 an zahlreichen Haustüren angebracht. Die Sternsinger wurden von Gemeindereferent Maurice Radauscher und Jugendleiterin Kira Vitrant begleitet.
Unter dem Motto Schule statt Fabrik richtet die Aktion den Blick auf rund 1,8 Millionen arbeitende Kinder und Jugendliche in Bangladesch, von denen viele unter gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen arbeiten. Partnerorganisationen vor Ort versuchen, betroffene Kinder aus solchen Verhältnissen zu holen und ihnen Schulbesuch zu ermöglichen. Die Aktion Dreikönigssingen findet in Deutschland seit 1959 statt und wurde 2015 in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Wer die Sammelaktion unterstützen will, kann dies online unter www.sternsinger.de/spenden tun.
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