Hanauer Stadtlauf wird 25 Jahre und erweitert Startplätze zugunsten der Frauenhäuser

Hanauer Stadtlauf wird 25 Jahre und erweitert Startplätze zugunsten der Frauenhäuser
Hanauer Stadtlauf wird 25 Jahre und erweitert Startplätze zugunsten der Frauenhäuser | Bild: © Stadt Hanau / Moritz Göbel

Der Hanauer Stadtlauf findet in diesem Jahr zum 25. Mal statt. Am Freitag, 18. September, sollen Tausende Menschen für den guten Zweck durch die Innenstadt laufen. Die Veranstalter haben die Zahl der Startplätze auf 4.000 erhöht. Die Strecke ist sechs Kilometer lang und beginnt um 17 Uhr auf dem Marktplatz.

Strecke und Zweck

Die traditionelle Strecke führt durch die Innenstadt und endet wieder auf dem Marktplatz. Die Startgebühr beträgt 12 Euro. Die Einnahmen werden vollständig an die Frauenhäuser in Hanau und Wächtersbach gespendet.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky betont die gesellschaftliche Bedeutung der Veranstaltung. Nach seinen Worten setzt der Stadtlauf „seit einem Vierteljahrhundert ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und für Solidarität mit den Betroffenen“. Landrat Thorsten Stolz bezeichnete den Lauf als mehr als ein Sportereignis und hob die verbindende Funktion für die Region hervor.

Anmeldung und Teilnahme

Die Onlineanmeldung beginnt am 15. Juni. Nachdem die Veranstaltung in den vergangenen beiden Jahren ausgebucht war, wurde die Zahl der verfügbaren Startplätze von 3.600 auf 4.000 erhöht. Neben Einzelstarterinnen und Einzelstartern sind Vereine, Betriebssportgruppen und andere Teams eingeladen, sich anzumelden.

Erstmals ist es möglich, die Aktion durch eine reine Spende zu unterstützen ohne selbst zu laufen. Zudem können Unterstützerinnen und Unterstützer eine symbolische Startnummer erhalten. Stadträtin Isabelle Hemsley verwies darauf, dass die Frauenhäuser „unverzichtbare Arbeit für Frauen und Kinder leisten, die Schutz vor Gewalt suchen“ und dass jede Anmeldung diese Arbeit unmittelbar unterstützt. Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri sagte, der Lauf verbinde Bewegung, Gemeinschaft und soziales Engagement.

Begleitveranstaltung zu digitaler Gewalt

Im Rahmen des Jubiläums findet am Donnerstag, 18. Juni, um 18 Uhr eine Podiumsdiskussion statt. Thema ist digitale und sexualisierte Gewalt in neuen Formen und ihre konkreten Folgen. Die Veranstaltung in der Familienakademie der Kathinka Platzhoff Stiftung in der Wallonischen Ruine richtet sich an ein breites Publikum und bringt Vertreterinnen von Beratungsstellen, Opferschutzorganisationen, Frauenhäusern und der Anwaltschaft zusammen.

Auf der Agenda stehen Hassnachrichten, Bedrohungen, Stalking und die Verbreitung von Deepfakes sowie rechtliche Schutzlücken und politischer Handlungsbedarf. Die Teilnahme an der Diskussion ist kostenfrei. Bei schlechtem Wetter ist ein Ausweichort in der Agora im Stadthof vorgesehen.

Quelle anzeigen

redaktion
Redaktion Rhein Main Kurier 212 Artikel
Unabhängiger Journalismus aus dem Rhein-Main Gebiet