
Halle (Saale) wird für drei Tage zur Bühne der freien Theaterszene Sachsen-Anhalts. Beim „Neuland“-Festival präsentieren zahlreiche freie Theater ihre Produktionen und laden das Publikum zu Aufführungen, Aktionen im öffentlichen Raum und besonderen Theatererlebnissen ein.
Künstlerischer Leiter des Festivals ist der Hallenser Schauspieler und Theatermacher Tom Wolter, der mit seinem Ensemble „Wolter und Kollegen“ selbst Teil der freien Szene ist. Ziel des Festivals ist es nicht nur, zu unterhalten, sondern auch die Vielfalt und Bedeutung der freien Theater sichtbar zu machen. Obwohl sie rund die Hälfte aller Theaterbesuche im Land ausmachen, erhalten freie Theater nur einen sehr kleinen Teil der öffentlichen Theaterförderung.
Das Festival setzt daher bewusst auf ungewöhnliche Formate. Neben Gastspielen wie der Berliner Puppenband „Puppet Masters“ oder der Dresdner Produktion „Ruanda Memory“ gehört auch eine Theater-Expedition durch die Stadt zum Programm. Dabei wird Halle selbst zur Bühne – mit Stationen im öffentlichen Raum, überraschenden Begegnungen und humorvollen Aktionen.
Gleichzeitig möchte das Festival eine Vision aufzeigen: ein eigenes Theaterhaus für die freie Szene. In Halle existiert eine lebendige Theaterlandschaft mit rund 20 freien Gruppen, doch es fehlt an dauerhaften Spielstätten und ausreichender Förderung.
Mit dem „Neuland“-Festival soll deshalb nicht nur ein kulturelles Ereignis entstehen, sondern auch ein Zeichen für Aufbruch und Zukunft der freien Theater in Sachsen-Anhalt gesetzt werden.

