Engelsfackel macht Halt vor Wiesbadener Rathaus und lenkt Blick auf Kinderhospizarbeit

Engelsfackel macht Halt vor Wiesbadener Rathaus und lenkt Blick auf Kinderhospizarbeit
Engelsfackel macht Halt vor Wiesbadener Rathaus und lenkt Blick auf Kinderhospizarbeit | Bild: Stadt Wiesbaden

Die Engelsfackel des Kinder Lebens Lauf 2026 machte am Freitag, den 17. Juli, Station vor dem Wiesbadener Rathaus. Die Stadt unterstützte die symbolische Übergabe, die auf die Arbeit von Kinder und Jugendhospizen und die Lage von Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern aufmerksam machen soll.

Stopp vor dem Rathaus

Veranstalter der Aktion ist der Bundesverband Kinderhospiz. Bei dem Haltepunkt in Wiesbaden waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kinderhospiz Bärenherz, betroffene Familien sowie Vertreterinnen und Vertreter der Landeshauptstadt beteiligt. Oberbürgermeister Gert Uwe Mende betonte, die Arbeit der Kinder und Jugendhospize begleite Familien in einer schwierigen Lebensphase und verdiene Anerkennung. Die Fackelübergabe setze ein Zeichen für Mitmenschlichkeit, Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt, so Mende.

Symbolik der Engelsfackel

Die Engelsfackel ist zentrales Zeichen der Kampagne. Nach Angaben des Bundesverbands verbindet der Kinder Lebens Lauf Menschen in ganz Deutschland und macht die Hospizarbeit sichtbarer. Dr. Natalie Schwäger beschrieb die Fackel als Symbol für Hoffnung und Verbundenheit und betonte, es solle niemand allein gelassen werden: Weder betroffene Kinder noch ihre Familien.

Kampagne und Strecke

Der Kinder Lebens Lauf 2026 ist als bundesweite Inklusionskampagne angelegt. Sie begann am 16. April in Berlin und endet am 11. Oktober in Rust anlässlich des Welthospiztags. Auf rund 7 000 Kilometern führt die Route über mehr als 130 Stationen in Deutschland und erstmals auch nach Österreich, Luxemburg und in die Schweiz. Nach dem Wiesbadener Stopp übernahm Robert Michels vom Verein Mainlichtblick die Fackel und trägt sie weiter nach Frankfurt am Main.

Vernetzung und Unterstützung

Magdalene Schmitt, Geschäftsführerin von Bärenherz, machte deutlich, dass die Aktion sichtbar machen soll, was häufig im Verborgenen passiert: die Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzenden Erkrankungen und ihrer Familien. Sie hob die Leistung der Eltern hervor und nannte ein starkes Netzwerk in der Kinder und Jugendhospizarbeit als wichtigen Halt, der Familien signalisiere, dass sie nicht allein sind.

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