RM Barometer: Wohnen im Rhein-Main-Gebiet: Wo stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis noch?

RM Barometer
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Frankfurt bietet Jobs, Kultur, kurze Wege und Großstadtleben, verlangt dafür beim Wohnen aber einen deutlichen Aufpreis. Wer einige Kilometer weiterzieht, kann mehrere Tausend Euro im Jahr sparen. Doch günstig allein bedeutet noch lange nicht gut. Das RM Barometer schaut deshalb genauer hin: Wo bekommt man in der Region 2026 tatsächlich noch viel Wohnqualität für sein Geld?

Vor wenigen Wochen haben 1.087 Leserinnen und Leser im RM Barometer darüber abgestimmt, in welcher Stadt des Rhein-Main-Gebiets es sich am besten lebt. Frankfurt landete mit 19,7 Prozent auf Platz eins, vor Mainz mit 15,7 Prozent und Wiesbaden mit 14,4 Prozent.

Doch bei kaum einem Thema dürfte die persönliche Bewertung einer Stadt so schnell ins Wanken geraten wie beim Wohnen.

Denn Lebensqualität ist das eine. Die Frage, wie viel davon man sich leisten kann, ist etwas anderes.

Wer eine Wohnung sucht, entscheidet schließlich nicht zwischen abstrakten Städten. Er entscheidet womöglich zwischen 1.200 Euro Kaltmiete in Frankfurt und rund 800 Euro in Hanau oder Rüsselsheim. Zwischen einer Eigentumswohnung für rechnerisch knapp 450.000 Euro in Frankfurt und rund 250.000 Euro in Hanau. Und plötzlich wird aus der Frage nach der schönsten Stadt eine ziemlich konkrete Rechnung.

Der große Wohnkosten-Check für zehn Städte

Um die Unterschiede sichtbar zu machen, hat der Rhein-Main Kurier die zehn Städte aus dem vergangenen RM Barometer erneut gegenübergestellt.

Grundlage sind die von Immowelt zum 1. September 2026 ausgewiesenen durchschnittlichen Quadratmeterpreise für Wohnungen. Daraus haben wir zwei bewusst einfache Modellfälle berechnet: eine Mietwohnung mit 70 Quadratmetern und eine Eigentumswohnung mit 80 Quadratmetern.

StadtMiete Wohnung pro m²70 m² kalt/MonatErsparnis pro Jahr gegenüber FrankfurtKaufpreis ETW pro m²80 m² Eigentumswohnung
Frankfurt am Main17,02 €ca. 1.191 €0 €5.582 €ca. 446.560 €
Bad Homburg v. d. Höhe13,53 €ca. 947 €ca. 2.932 €4.529 €ca. 362.320 €
Hofheim am Taunus13,25 €ca. 928 €ca. 3.167 €3.999 €ca. 319.920 €
Wiesbaden12,99 €ca. 909 €ca. 3.385 €4.328 €ca. 346.240 €
Mainz12,97 €ca. 908 €ca. 3.402 €4.308 €ca. 344.640 €
Darmstadt12,42 €ca. 869 €ca. 3.864 €4.821 €ca. 385.680 €
Offenbach am Main12,16 €ca. 851 €ca. 4.082 €4.057 €ca. 324.560 €
Hanau11,39 €ca. 797 €ca. 4.729 €3.130 €ca. 250.400 €
Rüsselsheim am Main11,32 €ca. 792 €ca. 4.788 €3.332 €ca. 266.560 €
Aschaffenburg10,47 €ca. 733 €ca. 5.502 €3.807 €ca. 304.560 €

Quelle: Immowelt

Wichtig: Die Berechnung ist kein offizieller Mietspiegel und keine Immobilienbewertung. Es handelt sich um eine Momentaufnahme des von Immowelt ausgewiesenen Marktniveaus und um daraus abgeleitete Modellrechnungen. Wohnlage, Baujahr, Zustand, Energieeffizienz und Ausstattung können die tatsächlichen Preise erheblich verändern. Nebenkosten, Kaufnebenkosten und Finanzierungskosten sind nicht berücksichtigt.

Trotzdem macht die Gegenüberstellung etwas sichtbar, das in einzelnen Immobilienanzeigen leicht untergeht: Innerhalb derselben Region liegen beim Wohnen enorme Summen zwischen den Städten.

Frankfurt: Lebensqualität hat ihren Preis

Der Abstand Frankfurts zum Rest der Region ist bemerkenswert.

Bei 17,02 Euro pro Quadratmeter kommt unsere 70-Quadratmeter-Modellwohnung auf rund 1.191 Euro Kaltmiete im Monat. Gegenüber Offenbach wären das gut 340 Euro mehr, gegenüber Hanau rund 394 Euro und gegenüber Rüsselsheim etwa 399 Euro.

Über ein Jahr gerechnet wird aus einem scheinbar überschaubaren Quadratmeterunterschied schnell ein beträchtlicher Betrag.

Ein Haushalt in unserer Modellwohnung würde gegenüber Frankfurt rechnerisch rund 4.100 Euro pro Jahr in Offenbach, 4.700 Euro in Hanau, knapp 4.800 Euro in Rüsselsheim und sogar rund 5.500 Euro in Aschaffenburg sparen.

Dabei ist Frankfurt nicht nur auf Immobilienportalen teuer. Auch der neue qualifizierte Mietspiegel der Stadt dokumentiert den Aufwärtsdruck. Das sogenannte Stichprobenmittel der Nettokaltmieten liegt 2026 bei 12,28 Euro pro Quadratmeter. 2024 waren es 11,50 Euro. Das entspricht einem Anstieg um rund 6,8 Prozent in zwei Jahren. Gegenüber der Neuerhebung von 2022 beträgt der Anstieg sogar 19,3 Prozent. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Dass dieser Wert niedriger liegt als aktuelle Portalpreise, ist kein Widerspruch. Ein qualifizierter Mietspiegel bildet die ortsübliche Vergleichsmiete nach gesetzlichen Vorgaben ab. Wer heute neu auf Wohnungssuche geht, trifft dagegen auf den aktuellen Angebotsmarkt.

Gerade für Wohnungssuchende ist diese Unterscheidung entscheidend.

Offenbach: Der vielleicht auffälligste Nachbarschaftseffekt

Kaum irgendwo wird das besondere Gefüge des Rhein-Main-Gebiets deutlicher als zwischen Frankfurt und Offenbach.

Auf der einen Seite Frankfurt mit 17,02 Euro je Quadratmeter, auf der anderen Offenbach mit 12,16 Euro. Für unsere Modellwohnung beträgt der Abstand rund 340 Euro im Monat.

Gleichzeitig sind beide Städte unmittelbar miteinander verflochten. Der aktuelle RMV-Schnellbahnplan zeigt Offenbach als festen Bestandteil des Frankfurter S-Bahn-Netzes. Selbst zwischen den Hauptbahnhöfen gibt es direkte Regionalzüge, für die die Deutsche Bahn in aktuellen Fahrplanauskünften teilweise nur etwa neun bis zwölf Minuten ausweist.

Natürlich wohnt kaum jemand direkt am Hauptbahnhof und arbeitet direkt am Frankfurter Hauptbahnhof. Tür-zu-Tür-Zeiten können völlig anders aussehen.

Trotzdem ist die Größenordnung interessant: Die administrative Stadtgrenze kann beim Wohnen mehrere Hundert Euro im Monat ausmachen, obwohl die beiden Innenstädte eng miteinander verbunden sind.

Auch Offenbach selbst wird teurer. Der Mietspiegel 2026 wurde gegenüber 2024 um durchschnittlich 4,14 Prozent fortgeschrieben. Je nach Baualter, Wohnungsgröße und Wohnlage reicht die Mietwerttabelle von 5,85 bis 12,95 Euro je Quadratmeter. (Quelle: Stadt Offenbach am Main)

Offenbach ist also längst kein Geheimtipp für extrem günstiges Wohnen mehr. Der Abstand zu Frankfurt ist dennoch erheblich.

Hanau: Beim Kaufen fällt der Unterschied besonders auf

Noch deutlicher wird der regionale Preisunterschied beim Eigentum.

Immowelt weist für Eigentumswohnungen in Frankfurt derzeit durchschnittlich 5.582 Euro je Quadratmeter aus. In Hanau sind es 3.130 Euro.

Für unsere 80-Quadratmeter-Modellwohnung bedeutet das:

Frankfurt: rund 446.560 Euro.

Hanau: rund 250.400 Euro.

Differenz: 196.160 Euro.

Damit kostet die Modellwohnung in Hanau rechnerisch rund 44 Prozent weniger als in Frankfurt.

Und Hanau ist verkehrlich keineswegs vom Frankfurter Arbeitsmarkt abgeschnitten. Die Deutsche Bahn weist aktuell täglich zahlreiche Direktverbindungen aus. In einer aktuellen Fahrplanauskunft benötigt ein Regionalexpress vom Hanauer Hauptbahnhof zum Frankfurter Hauptbahnhof beispielsweise rund 24 Minuten, Fernzüge schaffen die Strecke teilweise in etwa 15 Minuten.

Genau hier beginnt die eigentliche Preis-Leistungs-Frage.

Ist die Frankfurter Adresse einem Käufer fast 200.000 Euro mehr wert? Für manche sicherlich. Für andere möglicherweise nicht.

Rüsselsheim: Knapp 400 Euro Mietunterschied und trotzdem mitten in der Region

Ein ähnliches Bild ergibt sich auf der anderen Seite Frankfurts.

Mit 11,32 Euro pro Quadratmeter liegt Rüsselsheim in unserem Vergleich bei den Wohnungsmieten nur knapp über Hanau und deutlich unter Mainz, Wiesbaden, Darmstadt oder Frankfurt.

Unsere 70-Quadratmeter-Wohnung kostet rechnerisch rund 792 Euro kalt. In Frankfurt wären es 1.191 Euro.

Das sind 399 Euro Unterschied pro Monat oder knapp 4.800 Euro pro Jahr.

Gleichzeitig liegt Rüsselsheim auf einer der wichtigsten Verkehrsachsen der Region zwischen Mainz, Wiesbaden, dem Frankfurter Flughafen und Frankfurt. Aktuelle Bahnauskünfte zeigen direkte Verbindungen nach Frankfurt Hauptbahnhof, teilweise in weniger als 20 Minuten mit Regionalzügen.

Auch beim Eigentum ist der Abstand groß: Eine 80 Quadratmeter große Wohnung kommt auf Grundlage der aktuellen Durchschnittswerte rechnerisch auf rund 266.560 Euro, etwa 180.000 Euro weniger als das Frankfurter Vergleichsobjekt.

Wer seinen Alltag ohnehin zwischen Frankfurt, Flughafen, Mainz und Wiesbaden organisiert, dürfte Rüsselsheim deshalb anders bewerten als jemand, der ausschließlich das Frankfurter Innenstadtleben sucht.

Aschaffenburg: Der Mietpreis-Sieger liegt am östlichen Rand

Rein nach unseren Mietdaten ist Aschaffenburg die günstigste der zehn untersuchten Städte.

10,47 Euro pro Quadratmeter ergeben rund 733 Euro Kaltmiete für 70 Quadratmeter.

Das sind gegenüber Frankfurt mehr als 450 Euro Unterschied im Monat.

Interessant ist, dass Aschaffenburg zwar am östlichen Rand des Rhein-Main-Raums liegt, per Schiene aber näher an Frankfurt sein kann, als die Entfernung auf der Karte vermuten lässt. Die Deutsche Bahn weist direkte Verbindungen aus. Aktuelle Fahrplanbeispiele liegen bei rund 47 Minuten mit dem Regionalexpress, ICE-Verbindungen schaffen die Strecke teilweise in weniger als 30 Minuten.

Hier zeigt sich aber auch, warum ein reines Mietpreisranking zu kurz greift.

Wer fünf Tage pro Woche nach Frankfurt pendelt, muss Reisezeit, Fahrkarten, Zuverlässigkeit und den Weg zum Bahnhof einrechnen. Wer dagegen nur ein oder zwei Präsenztage hat oder ohnehin im östlichen Rhein-Main-Gebiet arbeitet, kann dieselbe Entfernung völlig anders bewerten.

Ein günstiger Quadratmeter wird erst dann zum guten Preis-Leistungs-Verhältnis, wenn er zum eigenen Alltag passt.

Mainz und Wiesbaden: Erstaunlich nah beieinander

Fast ein Gleichstand zeigt sich zwischen den beiden Landeshauptstädten.

Mainz liegt bei 12,97 Euro je Quadratmeter, Wiesbaden bei 12,99 Euro.

Unsere 70-Quadratmeter-Wohnung kostet damit rechnerisch rund 908 Euro in Mainz und 909 Euro in Wiesbaden.

Auch die Kaufpreise liegen nicht weit auseinander: 4.308 Euro je Quadratmeter in Mainz gegenüber 4.328 Euro in Wiesbaden.

Das ist deshalb interessant, weil beide Städte im ersten RM Barometer zur Lebensqualität weit vorne lagen. Mainz erhielt 15,7 Prozent der Stimmen, Wiesbaden 14,4 Prozent.

Wer die Kombination aus eigener Innenstadt, Kulturangebot, Gastronomie, Rhein, regionaler Verkehrsanbindung und deutlich niedrigeren Wohnkosten als in Frankfurt sucht, könnte hier einen besonders interessanten Mittelweg sehen.

Billig sind beide Städte allerdings nicht.

Der 2026 veröffentlichte Mainzer Wohnungsmarktbericht bezifferte die mediane Angebotsmiete bereits für das Jahr 2024 auf 14 Euro pro Quadratmeter, 40 Prozent mehr als 2015. Im Neubau lag der Median sogar bei 17,49 Euro. Die Stadt weist zugleich auf einen Rückgang der Fertigstellungen auf rund 500 Wohnungen im Jahr 2024 hin.

Die unterschiedlichen Zahlen gegenüber unserem Immowelt-Vergleich zeigen zugleich, wie stark Ergebnisse von Zeitraum, Datenbestand und Methodik abhängen. Für die Rangfolge unseres aktuellen Vergleichs verwenden wir deshalb für alle zehn Städte dieselbe Quelle.

Darmstadt: Für Mieter interessanter als für Käufer?

Darmstadt fällt in den Zahlen auf eine andere Weise auf.

Bei den Mieten liegt die Stadt mit 12,42 Euro pro Quadratmeter im Mittelfeld. Beim Kauf von Eigentumswohnungen werden dagegen durchschnittlich 4.821 Euro pro Quadratmeter aufgerufen.

Damit liegt Darmstadt beim Wohnungskauf in unserem Vergleich hinter Frankfurt sogar auf Platz zwei, noch vor Bad Homburg, Wiesbaden und Mainz.

Das führt zu einer interessanten Rechenübung.

Teilt man den aktuellen durchschnittlichen Kaufpreis pro Quadratmeter durch zwölf Monatsmieten, entspricht der Kaufpreis in Darmstadt rechnerisch ungefähr 32 Jahreskaltmieten. In Hanau sind es nur etwa 23, in Rüsselsheim rund 25 und in Frankfurt gut 27.

Das ist ausdrücklich keine Rendite- oder Kaufempfehlung. Erwerbsnebenkosten, Finanzierung, Instandhaltung, Eigenkapital, Wertentwicklung und die Unterschiede einzelner Objekte bleiben außen vor.

Es zeigt aber: Eine Stadt kann für Mieter relativ attraktiv und für Käufer zugleich vergleichsweise teuer sein.

Auch der offizielle Darmstädter Mietspiegel bestätigt das hohe Niveau. Die wissenschaftlich ermittelte Durchschnittsmiete stieg von 10,44 Euro im Jahr 2022 auf 11,72 Euro 2024 und liegt im Mietspiegel 2026 bei 11,81 Euro je Quadratmeter. (Quelle: Stadt Darmstadt)

Bad Homburg und Hofheim: Teurer, aber ist der Aufpreis gerechtfertigt?

Bad Homburg und Hofheim zeigen besonders deutlich, warum das Wort Leistung in Preis-Leistungs-Verhältnis entscheidend ist.

Bad Homburg ist mit 13,53 Euro je Quadratmeter nach Frankfurt die zweitteuerste Stadt unseres Mietvergleichs. Hofheim folgt mit 13,25 Euro.

Dafür bekommt man etwas anderes als in Frankfurt, Offenbach oder Mainz: kleinere Städte, Taunusnähe, andere Wohnstrukturen und zugleich eine direkte Einbindung in das Schnellbahnnetz des Rhein-Main-Gebiets. Der aktuelle RMV-Netzplan bindet sowohl Bad Homburg als auch Hofheim direkt an das Frankfurter Schnellbahnnetz an.

Ob das einen Aufpreis gegenüber Hanau, Rüsselsheim oder Offenbach rechtfertigt, lässt sich nicht aus einer Tabelle heraus entscheiden.

Genau deshalb ist diese Frage wie gemacht für das RM Barometer.

Der Wohnungsmarkt bleibt unter Druck

Dass sich die Suche nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis überhaupt so stark auf das Umland verlagert, hat strukturelle Gründe.

Der Regionalverband FrankfurtRheinMain berichtete zuletzt von einem deutlichen Rückgang der Bautätigkeit: In der Metropolregion wurden 2023 knapp 21.500 Wohnungen fertiggestellt, 2,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Baugenehmigungen brach gleichzeitig um rund ein Viertel ein.

Auch die IHK Frankfurt beschrieb den Wohnimmobilienmarkt im März 2026 weiterhin als angespannt und verwies auf ein historisch niedriges Niveau der Neubauvorhaben im eigenen Kammerbezirk. Als Gründe nennt sie unter anderem hohe Baukosten, zu wenig Bauland und regulatorische Rahmenbedingungen.

Das Problem löst sich also nicht dadurch, dass Wohnungssuchende einfach eine Stadt weiterziehen.

Steigt die Nachfrage in den bislang günstigeren Städten, geraten auch dort die Preise unter Druck.

Was ist nun das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?

Unsere Zahlen liefern keinen eindeutigen Gewinner. Aber sie zeigen einige bemerkenswerte Muster.

Für Mieter sticht Aschaffenburg beim Preis heraus. Hanau und Rüsselsheim kombinieren vergleichsweise niedrige Mieten mit einer starken Bahnanbindung an Frankfurt. Offenbach punktet mit unmittelbarer Nähe zur Mainmetropole und bleibt trotzdem deutlich günstiger.

Für Käufer fällt vor allem Hanau auf. Auch Rüsselsheim bietet einen sehr deutlichen Preisabstand zu Frankfurt. Darmstadt dagegen ist beim Kaufen überraschend teuer, obwohl die Mietwerte deutlich unter Frankfurt liegen.

Mainz und Wiesbaden bilden gewissermaßen die Mitte: eigenständige Großstädte mit umfangreicher Infrastruktur und Wohnkosten, die hoch sind, aber erheblich unter dem Frankfurter Niveau liegen.

Bad Homburg und Hofheim zeigen wiederum, dass viele Menschen bereit sind, für Lage, Wohnumfeld und Taunusnähe einen deutlichen Aufpreis zu bezahlen.

Und Frankfurt? Die Stadt ist in unserem Vergleich mit Abstand teuer, bietet dafür aber auch das, was sich nicht vollständig in Quadratmeterpreisen abbilden lässt: den größten Arbeitsmarkt, urbane Dichte, ein enormes Kultur- und Gastronomieangebot sowie zentrale Verkehrsinfrastruktur.

Damit läuft die Wohnungsfrage am Ende auf einen persönlichen Tausch hinaus:

Wie viel Frankfurt braucht man wirklich und wie viel ist man bereit, dafür jeden Monat zu bezahlen?

Jetzt sind die Leser gefragt

Genau das möchten wir im RM Barometer wissen:

Wohnen im Rhein-Main-Gebiet: In welcher Stadt stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis am besten?

Zur Auswahl stehen:

Frankfurt am Main, Mainz, Wiesbaden, Darmstadt, Bad Homburg vor der Höhe, Aschaffenburg, Hanau, Hofheim am Taunus, Rüsselsheim am Main, Offenbach am Main sowie „Sonstige“.

Dabei geht es ausdrücklich nicht nur um die niedrigste Miete. Denken Sie an das Gesamtpaket aus Wohnkosten, Wohnqualität, Verkehrsanbindung, Freizeitmöglichkeiten, Infrastruktur, Einkaufsmöglichkeiten, Natur und persönlichem Alltag.

Denn die günstigste Stadt muss nicht die beste sein. Und die teuerste Stadt muss nicht automatisch das schlechteste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

Das RM Barometer will wissen, wo beides zusammenkommt: ein Ort, an dem man gerne lebt und bei dem man trotzdem noch das Gefühl hat, für sein Geld etwas zu bekommen.

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